ASKÖ
Karate & Jiu-Jitsu
Engerwitzdorf / Treffling
 
ZVR#: 462212950

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Was ist Karate?
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Allgemein


Was ist Karate?

Karate (jap. „leere Hand“ bzw. „ohne Waffen in den Händen“) ist eine Kampfkunst, deren Geschichte sich sicher bis ins Okinawa des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt, wo einheimische okinawanische Traditionen (Tode) mit chinesischen (Shaolin Quanfa) und japanischen Einflüssen (Yawara/Koryu Ju Jutsu/Bujutsu) verschmolzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand sie ihren Weg nach Japan und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dort über die ganze Welt verbreitet.

Inhaltlich wird Karate durch waffenlose Techniken charakterisiert, vor allem Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfeger. Recht hoher Wert wird meistens auf die körperliche Kondition gelegt, die heutzutage insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft und aerobe Belastbarkeit zum Ziel hat. Die Abhärtung der Gliedmaßen u. a. mit dem Ziel des Bruchtests, also des aus Film und Fernsehen bekannten Zerschlagens von Brettern oder Ziegeln, ist heute weniger populär, wird aber von Einzelnen immer noch enthusiastisch betrieben.

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Philosophie

Der traditionellen Etikette kommt je nach den Gepflogenheiten des Dojo mehr oder weniger Bedeutung zu, obwohl ein Mindestmaß fast immer beachtet wird. Das moderne Karate-Training ist häufig eher sportlich orientiert. Das heißt, dass dem Wettkampf eine große Bedeutung zukommt. Dadurch leidet unter Umständen auch die Vermittlung effektiver Selbstverteidigungstechniken, die durchaus zum Karate gehören. "Karate ist kein Spiel. Es ist kein Sport. Es ist nicht einmal eine Technik der Selbstverteidigung. Karate ist zur Hälfte eine körperliche, zur anderen Hälfte eine spirituelle Disziplin. Der Karateka, der die erforderlichen Jahre der Übung und Meditation hinter sich hat, ist ein heiterer und friedlicher Mensch. Er hat keine Furcht. Inmitten eines brennenden Hauses bleibt er gelassen." (Oyama Masutatsu)

Karate hat einen spirituellen Kern aus weltanschaulichen Elementen des Zen und des Taoismus. Außerdem ist es stark beeinflusst vom Bushido (jap. „Weg des Kriegers“), dem Kodex der Samurai.
Einen guten Einblick in die Grundsätze der Karate-Philosophie bieten die 20 Paragraphen des Karate von Gichin Funakoshi:

1. Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt  (karate wa rei ni hajimari rei ni owaru koto o wasuru na)

2. Im Karate gibt es keinen ersten Angriff  (karate ni sente nashi)

3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit  (karate wa gi no tasuke)

4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen  (mazu jiko o shire shikoshite hoka o shire)

5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik  (gijutsu yori shinjutsu)

6. Es geht einzig darum, den Geist zu befreien  (kokoro wa hanatan koto o yosu)

7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit  (wazawai wa ketai ni shozu)

8. Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet  (dojo nomi no karate to omou na)

9. Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun  (karate no shugyo wa issho dearu)

10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen  (arayuru mono o karate kase soko ni myomi ari)

11. Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst  (karate wa yu no gotoku taezu netsu o ataezareba moto no mizu ni kaeru)

12. Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert  (katsu kangae wa motsu na, makenu kangae wa hitsuyo)

13. Wandle dich abhängig vom Gegner  (teki ni yotte tenka seyo)

14. Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab  (ikusa wa kyojitsu no soju ikan ni ari)

15. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor  (hito no teashi o ken to omoe)

16. Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor  (danshimon o izureba hyakuman no teki ari)

17. Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewege man sich natürlich  (kamae wa shoshinsha ni, ato wa shizentai)

18. Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil  (kata wa tadashiku, jissen wa betsu mono)

19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung  (chikara no kyojaku, karada no shinshuku, waza no kankyu o wasuru na)

20. Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem  (tsune ni shinen kufu seyo)

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Training

Das Training des Geistes, des Charakters und der inneren Einstellung sind Hauptziele im Karate. Dies wird auch durch den Leitspruch der Japan Karate Association (JKA) dargelegt.
Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern liegt in der Vervollkommnung des Charakters des Ausübenden.

Der Karate & Jiu-Jitsu Verein Engerwitzdorf / Treffling lernt seinen Schülern keinen traditionellen Kartastil. Es ist viel mehr eine "Karate-Grundform" - mit Schwerpunkttechniken aus dem Shotokan-Karte, vermischt mit Einflüssen aus dem Kickboxbereich.

Das Karatetraining baut auf drei großen Säulen auf, dem Kihon, dem Kumite und der Kata:

Kihon
… heißt Grundlage oder Quelle, Ursprung (des Könnens) und wird häufig auch als Grundschule des Karate bezeichnet. Es umfasst die grundlegenden Techniken, die das Fundament des Karate bilden. Die einzelnen Techniken werden immer wiederholt, entweder langsam oder schnell, kraftvoll oder leicht/locker. Der Bewegungsablauf der einzelnen Technik wird in alle Bestandteile zerlegt und es wird versucht die Ideallinie der Bewegung zu finden, wobei es immer etwas zu optimieren gibt.

Kumite
… bedeutet wörtlich verbundene Hände und meint das Üben bzw. den Kampf mit einem (selten mehreren, siehe Bunkai) Gegnern. Das Kumite stellt innerhalb des Trainings eine Form dar, das es dem Trainierenden nach ausreichender Übung ermöglicht, sich in ernsten Situationen angemessen verteidigen zu können.

Kata
… bedeutet Form oder Schablone. Eine Kata ist ein stilisierter und choreographierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, der einem festgelegten Muster im Raum folgt.


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